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Mit einem respektablen 6. Tabellen-Platz beendet die Liebert Truppe eine Saison voller Höhen und Tiefen. Die Niederlage gegen Schuby sollte keine Auswirkungen mehr auf die Platzierung haben, gleichwohl hätte man sich im letzten Spiel dieser Saison einen Sieg gewünscht. Die Grillwurst und das ein oder andere Getränk hätten nach dem Spiel sicher einen besseren Geschmack gehabt.

Kim Liebert - Coach auch in schwierigen Zeiten und dem nötigen Optimismus

Ein Rückblick: Kurz nach Saisonbeginn stellte Friedhelm Köper aus beruflichen Gründen sein Amt zur Verfügung. Kim Liebert ließ sich überreden und übernahm die Mannschaft unter schwierigen Bedingungen. Diverse Spielerinnen standen nicht mehr zur Verfügung, besonders schmerzhaft fiel das Karriereende von Annika und der studienbedingte Wegzug von Julia ins Gewicht. Ein weiterer Vermutstropfen war die Tatsache, ohne etatmäßge Torfrau in eine Oberligasaison zu starten. 9 Mädels hüteten über die Spielzeit das Tor. Am Ende konnte Anne als gelernte Torfrau gewonnen werden, die sich schlussendlich leider doch für Football entschied und RS verlässt. Ein großer Dank geht auch an Diana, die zwischendurch eingesprungen ist.

Für die kommende Saison wurden diverse Gespräche mit potentiellen Neuzugängen geführt, da waren Anja und Kim gut unterwegs. Bleibt abzuwarten welche Namen tatsächlich die RS-Spielerliste auffüllen.

Mit dem Abschneiden der diesjährigen Saison kann man unter den gegebenen Umständen durchaus zufrieden sein. Verbesserungwürdig erscheint dem Autor das Zusammenspiel zwischen der ersten und zweiten Mannschaft. Hier sind Gespräche im Sinne des Frauen-Vereinsfussball dringend geboten.

 

 

Die Waldwiese präsentierte sich bei Sonnenschein und mittleren Temperaturen in einem ordentlichen Zustand und erwies sich als gutes Pflaster für die Liebert-Schützlinge. Für die Gastgeberinnen ging es in dem Spiel um die theoretische Möglichkeit Schuby und Meldorf noch hinter sich zu lassen und den Klassenerhalt zu sichern. Dies sollte Ihnen in der 90minütigen, sehr fairen Partie allerdings nicht gelingen. Es fehlte Ihnen einfach an Durchlagskraft gegen eine RS-Abwehr die mit Franzi, Meike, Juli und Kim kaum etwas zuließ.

Anna netzt vier mal gegen die KSV Holstein II

So gewann der Zuschauer den Eindruck, dass unsere Damen das Spiel meist kontrollierten und bei den Aktionen nach vorn deutlich mehr Gefahr ausstrahlten. Eine unsichere KSV Defensive tat ein übriges. Allen voran Anna und Sarah, die Ihre Gegenspielerinnen ein ums andere mal alt aussehen ließen, Fehler der Abwehr sofort bestraften und mehrfach zum erfolgreichen Abschluß kamen. Es dauerte keine 3 Minuten und Sarah eröffnete den Torreign, den Anna eine Minute später auf 0:2 schraubte. Nachdem Sarah in der 22. Min. mit einem an ihr verursachten Elfmeter das 0:3 nachlegte, schwante dem Gästetrainer sicher böses, doch seine Mannschaft steckte nicht auf und suchte den Weg nach vorn, um mit einem Anschlußtreffer wieder ins Spiel zu kommen. In manchen Phasen wähnte man die KSV-Reserve durch gefällige Kombinationen nicht als Tabellenschlußlicht.

Meike nahezu fehlerlos Anja, älteste Oberliga Torschützin ?
Sarah verwandelt den Elfer Lena mit viel Übersicht

Mit dem 4ten und 5ten Anna-Treffer in der 61.Min. und 69. Min. schwanden wohl auch die allerletzten Hoffnungen der Gastgeberinnen, da half auch nicht der Ehrentreffer in der 73. Min., denn das nächste Gegentor fiel bereits 3 Minuten später - Torschützin: Anna ! :-) Auch beim Spielstand von 1:6 verlor die Begegnung kaum an Intensität, dass Spielgeschehen fand allerdings deutlich in Gegners Hälfte statt. Den krönenden und umjubelten Schlußpunkt setzte Zille mit dem 1:7 in der 83. Minute, nachdem Sie sich über links von ihrer Gegenspielerin absetzen konnte und den Ball aus 16 Metern trocken ins untere linke Eck knallte. Statistiken wird es dazu wohl keine geben aber mit 52 Jahren könnte sie mit diesem Treffer die älteste Torschützin der höchsten Spielklasse in SH sein.

Fazit: Ein couragierter Vortrag mit viel Selbstbewustsein und Glaube an die eigene Leistung. Alle Mannschaftsteile konnten sich positiv ins Spiel einbringen und die nötigte Wucht ins Offensivspiel bringen. Einzig die unpräzisen, relativ leichten Pässe in die Schnittstellen auf gute Laufwege wären zu bemängeln. Das ist bei diesem Ergebnis allerdings Jammern auf hohem Niveau.

Das Video zum Spiel

 

Saskia, Anna und Chynthia waren gesundheitlich nicht voll auf der Höhe und nahmen zunächst auf der Bank Platz obgleich sie zweifelsohne zur Startelf zählen. Chris durfte aufgrund ihrer gelb/roten Karte das Spiel nur von der Aussenlinie als Zuschauerin verfolgen. Das Tor hütete aushilfsweise wieder Diana - wofür das Team sehr dankbar war.

Siems kam von Beginn an besser ins Spiel, arbeitete gut gegen den Ball und konnte das Spielgerät ansehnlich in den eigenen Reihen halten. Torgefahr in Form von Torraumscenen blieben allerdings auch Mangelware. Das Führungstor der Gäste in der 10. Min. war der 1. Halbzeit entsprechend das Ergebnis eines Distanzschusses.

Isi immer kompromislos in der Defensive

In der Halbzeitpause wurde von Coach Liebert deutlich gefordert, aktiver gegen den Ball zu arbeiten und den Gegner mehr unter Druck zu setzen.  Zudem sollten die unkontrollierten Hau-Ruck-Eröffnungen in präzise Ballstaffetten gedreht werden. Mit der Hereinnahme der angeschlagenen Spielerinnen sollten die Vorgaben von Kim Früchte tragen, das Spiel erhielt mit der Achse Saski/Sarah/Anna ein anderes Gesicht. Daneben konnte insbesondere Darjas Leistung dem Trainer gefallen, da sie mit enormen Laufpensum schon in der 1. Halbzeit gut unterwegs war. Am Ende konnte sie sich und die Mannschaft mit dem Ausgleichstor in der 71. Min. für ihren guten Auftritt belohnen. 

Diana half aus und machte ihre Sache gut - großer Dank der Mannschaft

In der Folge gab es noch einige vielversprechende Abschlussmöglichkeiten vor dem Gästetor, am Ende sollte es allerdings bei einer verdienten Punkteteilung bleiben.

Kim - positiv gestimmt über die Art und Weise

wie sein Team nach dem Rückstand in das Spiel zurück fand

Die erste Halbzeit hatte zwei Gesichter ! Zunächst kam Meldorf besser ins Spiel und hatte mehr Spielanteile. Eine gute und sichere Passquote sowie der konstruktiv vorgetragene Spielaufbau ließen das Meldorfer Spiel anfänglich besser aussehen. Doch im Torabschluss ließen die Westküstlerinnen die letzte Konsequenz vermissen.

Saskia zeigte eine vorbildliche Einstellung und fightete leidenschaftlich

Nach ca. 15 Minuten hatten sich unsere Damen aklimatisiert, standen besser und arbeiteten kollektiv gegen den Ball. Mit Erfolg, denn das Spiel konnte nun überwiegend in Gegners Hälfte verlagert werden und entwickelte den nötigen Druck auf die gegnerische Defensive. So kam es in der 35. Min. zu einem Freistoß, ausgeführt von Sarah ca. 5 Meter vor dem linken Sechzehner-Eck. Der halbhohe Ball passierte die daneben greifende Torfrau und schlug im langen Eck zur 1:0 Führung ein. Der zweite Treffer in der 45. Min. resultierte wiederrum aus einem Standard. Saski und Kim leisteten die kämpferische Vorarbeit vor dem Sechzehner und bekamen ein Freistoß zugesprochen. Wieder war Sarah zur Stelle und knallte das Spielgeräte humorlos zum 2:0 in den linken Winkel.

Sarah immer brandgefährlich Als ob Sie nie weg war - Annika
 Meike scheitert am 3:0  Torfrau greift daneben - Tor und 1:0

 

Mit dem Ergebnis ging es in die Pause. Mit Wiederanpfiff entwickelte sich ein mehr zerfahrenes Spiel auf Augenhöhe. Die Laufbereitschaft hatte bei beiden Teams etwas abgenommen, leichte Fehler im Passspiel nahmen zu. Auf beiden Seiten kam es kaum noch zu Torraumscenen. Als Chris Meyer in der 59. Min. mit gelb-rot zum Duschen ging, konnten die Gäste daraus kein entscheidendes Kapital gewinnen. Mit einigen Kontern hätte das Ergebins frühzeitig zur Beruhigung beitragen können. Sehenswert Todes durchgesteckter Ball auf Meike, die allein vor der Torfrau nicht abschließen konnte. Kurze Zeit später knallte wieder ein Sarah-Kracher an das rechte Eck !!

Nun war die Spielzeit abgelaufen und mit dem Schlusspfiff erzielte Meldorf mit einem hohen Distanzschuß den Ehrentreffer.

Fazit: Eine imponierende, kämpferische Mannschaftsleistung in der 1. Spielhälfte wurde mit zwei Treffern belohnt. Spielerisch sicher keine Glanzleistung aber der Gegner konnte am Ende niedergerungen werden.  Annika, Lena, Janna und Franzi gaben der Defensive Sicherheit, Saskia vereinnahmte IHR Mittelfeld mit tollem Einsatz und eine gut aufgelegte Sarah zeigte in vielen Situationen ihre Extraklasse.

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